Tolling

Die hochmodernen Mauterhebungssysteme von Kapsch TrafficCom sorgen dafür, dass der Verkehr optimal fließt.

In den letzten Jahrzehnten ist das weltweite Verkehrsaufkommen stetig gestiegen. Eines der effektivsten Mittel zur Bewältigung der genannten Herausforderungen ist der Einsatz von intelligenten Mautlösungen.

Die Mauterhebung ist nach wie vor die bevorzugte Methode zur Finanzierung teurer Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, die für das globale Wirtschaftswachstum essenziell sind. Darüber hinaus trägt sie zur Finanzierung der Entwicklung neuer und nachhaltigerer Arten der Beförderung bei. Mit einer gut durchdachten, zweckmäßigen Mautstrategie können Behörden nicht nur ihre Vorhaben besser umsetzen, sondern auch den Straßennutzerinnen und -nutzern ein besseres Verkehrserlebnis bieten.

Technologien

Das breite Technologieportfolio von Kapsch TrafficCom bietet eine Vielzahl von Lösungen:

  • DSRC (Dedicated Short-Range Communication) – Funkkommunikation über „Mikrowelle“ (915 MHz, CEN 5,8 GHz, WAVE/G5 5,9 GHz, ISO 18000-63)
  • GNSS (Global Navigation Satellite Systems) – Ortung der Fahrzeuge über Satellit (wird für alle Formen der Mauterhebung auf Basis von dedizierten On-Board-Units, Flottenmanagement-Geräten und Smartphones für leichte Fahrzeuge verwendet)
  • ANPR/ALPR (Automatic Number / License Plate Recognition) – Automatische Nummernschilderkennung
  • Fahrzeugklassifizierung über Sensoren (Video, Laser etc.)

Die zunehmende Integration von Artificial Intelligence (Deep Learning) und Datenanalytik in unsere Lösungen verbessert zusätzlich das Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Lösungen für den Fließverkehr

Die größten Herausforderungen bei der Mauterhebung auf offener Straße sind die Sicherstellung der Gebührengenauigkeit, die Vermeidung von Staus und die Geringhaltung der Emissionen. 

  • Mauterhebung per Satellit: Für die Zeit-Weg-Ort-Maut werden On-Board-Units (OBUs) oder Tags mit eingebauter Satellitenlokalisierung eingesetzt. Ein Mobilfunkmodul überträgt die Daten an die Zentrale des Mautbetreibers. Die Berechnung der streckenbasierten Maut erfolgt entweder direkt über die OBU (Thick-Client-Konzept) oder in der Zentrale des Betreibers (Thin-Client-Konzept).
  • Terrestrische Mauterhebung basierend auf DSRC/RFID: Um die Maut automatisch zu erfassen, ohne dass Fahrzeuge anhalten müssen, können zwei Arten von Technologien eingesetzt werden: DSRC und ANPR. Bei der DSRC-Technologie kommunizieren die OBUs oder Transponder in den Fahrzeugen mit speziellen Empfängern (Transceivern) über den DSRC-Funkstandard (915 MHz, CEN 5,8 GHz, WAVE/G5 5,9 GHz, ISO 18000-63). Bei der ANPR-Technologie wird das Nummernschild des Fahrzeugs mithilfe spezieller Kameratechnik während der Fahrt gelesen. Das System ermittelt dann, ob das Fahrzeug mautpflichtig ist und berechnet gegebenenfalls den Betrag.
  • Video-Mauterhebung: Mithilfe modernster Smart-Videokameras und Bildverarbeitungstechnologien ist es möglich, Fahrzeuge, die in die Mautbereiche einfahren, zu identifizieren und zu klassifizieren. Insbesondere Smart-Kameras und Stereokameratechnik können zur Erkennung von Fahrzeugkennzeichen und zur Bestimmung des Fahrzeugtyps anhand von Achshöhe, Gewicht, Größe und anderen wichtigen Merkmalen eingesetzt werden. Dies ermöglicht die Automatisierung und verbessert die Genauigkeit der Mauterhebung.
  • Mobile Mautdienste: Fortschrittliche Mautsysteme ermöglichen es den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern, eine App für die Routenplanung und die Mautbezahlung herunterzuladen. Für dieses System werden keine speziellen On-Board-Geräte oder Tags benötigt. Die Nummernschilder werden über ANPR-Technologie erfasst.
  • eVignetten: eVignetten werden häufig für die zeitbasierte Mauterhebung eingesetzt – typischerweise für Pkw. Sie sind eine moderne und kosteneffiziente Alternative zu den in Europa weit verbreiteten Papiervignetten. Die Verifizierung kann in hohem Maße automatisiert werden, was die Betriebskosten senkt und die Compliance-Quote erhöht.

Lösungen für den Stadtverkehr

Immer mehr Städte auf der ganzen Welt erheben bereits innerstädtische Straßennutzungsgebühren zum Zweck eines effektiven Verkehrs- und Nachfragemanagements. Dynamische Road-Pricing-Modelle bilden dafür die optimale Voraussetzung. Sie berücksichtigen verschiedene Parameter wie die gefahrene Strecke, die Zeit, den Fahrzeugtyp und die Emissionsklasse. Außerdem kann die Erhebung der Gebühren in Echtzeit an die vorherrschenden Bedingungen (Verkehrslage, Emissionswerte usw.) angepasst werden. Das macht diese Systeme zu einer äußerst effektiven Methode für ein gezieltes Traffic Management.

Die intelligenten Stadtverkehrskonzepte von Kapsch TrafficCom basieren auf Technologien wie ANPR, DSRC und GNSS zur Kontrolle der Einhaltung und korrekten Einhebung der Mautgebühren. Sie haben ihre Effektivität bereits bei der Mauterhebung auf Autobahnen bewiesen und gewährleisten ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Genauigkeit. Die notwendigen straßenseitigen Systeme sind einfach zu installieren und können um Funktionalitäten wie beispielsweise die Parkraumbewirtschaftung erweitert werden. 

Die Mauterhebung per Smartphone und Connected Vehicles wird zunehmend an Bedeutung gewinnen, da im urbanen Umfeld die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und Benutzerfreundlichkeit immer größer werden. Informieren Sie sich gleich über unsere Smart Tolling Services

Lösungen für konventionelle Mautstationen

In den letzten Jahren ging der Trend immer stärker in Richtung Multi-Lane Free-Flow-Maut (MLFF) und damit der Mauterhebung für den Fließverkehr. Das ist auch kaum verwunderlich. Schließlich werden dadurch Mautbarrieren im Straßenverkehr beseitigt und die Betriebskosten deutlich gesenkt, ohne dabei die Genauigkeit der Gebührenerhebung zu beeinträchtigen. Dennoch setzen viele Regionen aus verschiedenen rechtlichen oder organisatorischen Gründen immer noch auf herkömmliche Mautstationen. Deshalb ist die Nachfrage nach den sogenannten Toll-Plazas immer noch sehr hoch. Viele Länder sind jedoch bereits zu effizienteren Methoden der Mauterhebung übergegangen und haben elektronische Hochgeschwindigkeits-Mautsysteme (ETC) eingeführt. Letztere ermöglichen es Straßennutzerinnen und -nutzern, ihre Maut elektronisch zu bezahlen ohne anhalten zu müssen, während sie durch die Mautstation fahren. Gemischte Systeme – eine Kombination aus MLFF und Plaza-Maut – sind ebenfalls ein gängiger Ansatz. 

Um den Bedürfnissen unserer Kunden und Auftraggeber aus aller Welt optimal gerecht zu werden, bietet Kapsch TrafficCom eine effiziente und robuste SmartTOLL Suite an. Sie basiert auf mehr als 20 Jahren Branchenerfahrung und deckt alle infrastrukturellen Anforderungen von Level 1 (Fahrspur) über Level 2 (Mautstation) bis hin zu Level 3 (Mautzentrale) ab. Unsere Lösungen reichen dabei von manueller Mauterhebung mittels Bar- oder Kartenzahlung bis hin zu kombinierten Installationen mit ETC und MLFF. Alle Systeme lassen sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur integrieren, und wir können unsere Plaza-Mautlösung auch im Rahmen von Software-as-a-Service (SaaS) anbieten. 

Die Zukunft der Mauterhebung 

Tolling wird immer intelligenter! Was ist damit gemeint? Ganz einfach: Viele Behörden implementieren bereits zukunftsweisende Mautlösungen als entscheidendes Element ihrer Strategie des integrierten Mobilitätsmanagements (IMM). Dies hilft ihnen sicherzustellen, dass der Verkehr optimal fließt, verbessert das Kosten-Nutzen-Verhältnis für Autofahrerinnen und -fahrern und unterstützt die Finanzierung von innovativen Infrastrukturprojekten.

Um Mautsysteme zukunftssicher zu gestalten, hat es sich Kapsch TrafficCom zur Aufgabe gemacht, innovative Lösungen und Systeme zu liefern, die nahtlos implementiert werden können – ohne die Notwendigkeit einer großangelegten Aufrüstung der Hardware- oder Software-Infrastruktur. 

Von Tolling per Smartphone- oder Connected-Vehicle-App bis hin zu modernsten Back-Office-Systemen: Erfahren Sie mehr über die Zukunft der Mauterhebung! 

Weltweiter Einsatz 

Die hochmodernen Lösungen von Kapsch TrafficCom sind in Infrastrukturen auf der ganzen Welt im Einsatz. So wurden beispielsweise in Österreich, Polen, der Schweiz und in Weißrussland landesweite Multi-Lane Free-Flow-Mautsysteme implementiert. 

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