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Road User Charging

Die Straßenbenutzungsgebühren/Road User Charging basieren auf der tatsächlich zurückgelegten Strecke und werden als Ersatz für die bestehenden Kraftstoffsteuern eingeführt.   

Was ist Road User Charging?

Kapsch TrafficCom hat die Erfahrung und Technologie, um landesweite Straßenbenutzungsgebühren (road user charges) zu konzipieren, entwickeln, implementieren und zu betreiben. Außerdem versteht Kapsch TrafficCom die Notwendigkeit, die fiskalischen Ziele der Steuerbehörden und das Bedürfnis nach Fairness, Transparenz, Zugänglichkeit und Privatsphäre für jeden einzelnen Benutzer in Einklang zu bringen. 

Derzeit besteuern Regierungen weltweit den Verkauf von Benzin, Diesel und weiteren Kraftstoffen. Diese Steuern machen üblicherweise rund 5 % des Staatshaushalts eines Landes aus undfließen auch in den Bau und die Instandhaltung aller öffentlichen Straßen und der dazugehörigen Infrastruktur. 

smart phone on car dashboard with driver

Warum Straßenbenutzungsgebühren einführen?

Da die Zahl der Elektrofahrzeuge zunimmt, müssen die Regierungen mit einem Rückgang der Mineralölsteuereinnahmen rechnen. Um dies zu kompensieren, müssen die Regierungen entweder:  

  • Andere Steuern, wie etwa die Einkommenssteuer, anheben oder 
  • Einen Ersatz schaffen, der auch Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen für die Nutzung des öffentlichen Straßennetzes fair und gerecht besteuert.  

Geo Location Platform 

Die Geo Location Platform (GLP) ist der zentrale technische Baustein der Road User Charging Lösung. 

Die GLP ermöglicht die satellitengestützte Mauterhebung, die Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren und standortbezogene Anwendungen für Behörden und Maut-/Fuhrparkdienstleister. Durch die Bereitstellung von Mautmanagement, Kartenabgleich und Bewertungsdiensten über eine skalierbare, geräteunabhängige Plattform bietet die GLP die wichtigsten Verarbeitungsfunktionen, um Standortdaten in einen greifbaren Wert zu verwandeln. 

Die GLP verwandelt Daten aus beliebigen Quellen nahezu in Echtzeit in nutzbare Werte. 

Die Kapsch GLP ist das zentrale Element der Architektur für die in Norwegen eingesetzten Road User Charging- und GNSS-Funktionen. Sie basiert auf dem Konzept der Technologieunabhängigkeit, wenn es um Eingaben geht, was bedeutet, dass sie Daten von einer großen Bandbreite von Geräten verarbeiten kann, einschließlich On-Board-Units und Trackern, Telematik im Fahrzeug und auch mobilen Anwendungen.   

Der allgemeine Prozess der GLP folgt einem einfachen Schema: 

  1. Beim Start einer neuen Fahrt werden Standortdaten von einem fahrzeuginternen oder nachgerüsteten Gerät generiert und über eine API-Schnittstelle sicher an die GLP gesendet. 
  2. Sobald die Daten im System sind, werden sie mit dem Straßennetz abgeglichen, und jeder gefahrene Kilometer wird mit den dazugehörigen Tarifdaten (von der Behörde bereitgestellt) bepreist. Die GLP erhält und speichert keine sensiblen Kundeninformationen. 
  3. Nach Abschluss einer Fahrt wird dem Fahrer die vollständig bewertete Fahrt angezeigt. 
  4. Alle abgeschlossenen Fahrten sind für den Fahrer über den von ihm gewählten, vertrauenswürdigen Dienstanbieter sichtbar. 

Ein Besipiel ist unser neues Proof-of-Concept-Projekt, betitelt JuztDrive.

JuztDrive logo

JuztDrive Proof of Concept

Kapsch TrafficCom hat im Rahmen einer Konzeptauswahlstudie der norwegischen Regierung mit dem lokalen ITS-Anbieter Aventi Intelligent Communication einen Proof of Concept (PoC) für die Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren durchgeführt. 

  • Das Projekt begann im Juli 2022 mit dem Schwerpunkt auf Fahrzeugen im Großraum Oslo. 
  • Dabei wurde eine hardwareunabhängige Android-Anwendung, mit einem zentralisiertes "Thin Client"-Modell für den Abgleich und die Bewertung der generierten Daten verwendet. 
  • Etwa 30 reale und 30.000 simulierte Fahrzeuge wurden mit dem System erfasst und lieferten jeweils Positionen, die von der proprietären Kapsch Geo Location Platform (GLP) verarbeitet und als Berechnungsgrundlage für die Straßennutzungsgebühr verwendet wurden. 

Ziel des PoC war es, zu testen, ob die Kombination aus einer bestehenden Anwendung - die auf Dutzenden verschiedener Smartphones und Tablets läuft - und einer separaten Rating-Engine eine leistungsstarke Lösung für die Erhebung von Straßennutzungsgebühren liefern kann. 

Möchten Sie mehr über den JuztDrive PoC erfahren?

Road User Charging mit Aventi
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The JuztDrive Proof of Concept
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CTO Alfredo Escribaund Gast Barbara Rohde sprechen in unsere neuesten Podcast-Episode über RUC.

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