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Meldungen

16. November 2022
Kapsch TrafficCom – Ergebnisse für das erste Halbjahr 2022/23.

Highlights. Umsatz um 4 % über Vorjahr. Turnaround im Halbjahr bestätigt, beide Segmente positiv. Finanzlage weiterhin im Fokus. Ausblick 2022/23: Stabiles Umsatzniveau und verbesserte Profitabilität erwartet. „Wir sehen uns mit den gesetzten – und noch in Planung und Umsetzung befindlichen – Maßnahmen für unsere Profitabilität und kommendes Wachstum auf dem richtigen Weg. Trotz des fordernden Umfeldes konnten wir im ersten Halbjahr den Turnaround bestätigen. Zudem haben wir – vor allem auch im urbanen Bereich   – bedeutende Neuprojekte gewonnen, die unsere Strategie bestätigen“ , so Georg Kapsch, CEO von Kapsch TrafficCom. Wenn nicht anders angegeben, alle Werte in EUR Mio. H1 2021/22 H1 2022/23 +/- Umsatz 255,2 264,8 +3,8   % EBIT 10,6 4,7 -55,6 %    EBIT-Marge 4,2 % 1,8 % -2,4 PP Periodenergebnis, den Anteilseignern zurechenbar 3,0 0,3 -90,1 % Ergebnis je Aktie (EUR) 0,23 0,02 -90,1 % Wien, 16.   November 2022   – Kapsch TrafficCom konnte in einem unverändert sehr anspruchsvollen Umfeld den Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 konstant leicht steigern. Mit EUR 265 Mio. lag er um 4 % über dem Vorjahreswert von EUR 255 Mio. Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) war mit knapp EUR 5 Mio. positiv, liegt allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 11 Mio. Im Zuge der Restrukturierung konnte Kapsch TrafficCom ihre Kostenbasis deutlich reduzieren. Dennoch wirkten sich im Berichtszeitraum Kostensteigerungen bei Material und bezogenen Herstellungsleistungen sowie die bereits im ersten Quartal gestiegenen Personalkosten, vor allem in Nordamerika, negativ aus. Die positive Wechselkursentwicklung zum US-Dollar konnte dies nicht ausgleichen. Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2022/23 betrug EUR -1 Mio. (Vorjahr: EUR -3 Mio.). Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis erreichte EUR 0,3 Mio. nach EUR 3 Mio. im Vorjahr, das entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,02 (Vorjahr: EUR 0,23). Der Free Cashflow war im ersten Halbjahr 2022/23 mit EUR -11 Mio. (Vorjahr: EUR -1 Mio.) deutlich negativ. In diesem Zusammenhang stieg die Nettoverschuldung auf EUR 190 Mio. und der Verschuldungsgrad auf 302 %. Die Eigenkapitalquote ging auf 12 % zurück. Die liquiden Mittel reduzierten sich in den vergangenen sechs Monaten im Zusammenhang mit der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und der gestiegenen laufenden Finanzierung des Umlaufvermögens. Ein sorgfältiges Liquiditätsmanagement steht unverändert im Fokus von Kapsch TrafficCom.  Segmentergebnisse des ersten Halbjahres 2022/23   Das Wachstum war getragen von dem Mautsegment, das im Berichtszeitraum 74 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. 26 % entfielen auf das Segment Verkehrsmanagement. Regional betrachtet ging der Umsatzanteil in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) auf 48 % zurück, während Kapsch TrafficCom in den anderen Regionen starkes Wachstum verzeichnete: in der Region Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) auf 47 % und in der Region Asien-Pazifik (APAC) auf 6 % des Gesamtumsatzes.  Segment Maut Der Umsatz im Segment Maut stieg um 8 % auf EUR 195 Mio., wobei das Errichtungsgeschäft um beachtliche 41 % über dem Vorjahr lag und auch das Komponentengeschäft zunahm. Der Umsatz in der Region Americas stieg um 33 %, womit diese Region im ersten Halbjahr 2022/23 den größten Umsatzbeitrag leistete (48 %). In der Region EMEA ging der Umsatz – vor allem im Zusammenhang mit der Beendigung des landesweiten Mautprojektes in Polen – auf EUR 88 Mio. bzw. 45 % Umsatzanteil zurück, in der Region APAC stieg der Umsatz um 46 % auf EUR 13 Mio. (7 % Umsatzanteil). Das EBIT im Segment Maut stieg auf EUR 3 Mio. (Vorjahr: EUR 1 Mio.), die EBIT-Marge betrug 1 %. Ergebnisse Maut. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. H1 2021/22 H1 2022/23 +/- Umsatz 181,0 195,3 +7,9 % EBIT 1,3 2,5 +84,7 %    EBIT-Marge 0,7 % 1,3 % +0,5 PP Segment Verkehrsmanagement Im Segment Verkehrsmanagement ging der Umsatz um 6 % auf EUR 69 Mio. zurück. Das war insbesondere auf das Errichtungsgeschäft zurückzuführen, das um 33 % unter dem Vorjahr lag. Regional gesehen leistete die Region EMEA trotz des Rückgangs um 14 % mit 54 % den größten Umsatzbeitrag, die Region Americas 42 %, und APAC trug mit enormem Wachstum 4 % bzw. EUR 3 Mio. bei. Das EBIT im Segment Verkehrsmanagement ging im ersten Halbjahr 2022/23 auf EUR 2 Mio. zurück (Vorjahr: EUR 9 Mio.). Ursache dafür waren deutlich höhere Kosten für Material, bezogene Herstellungsleistungen sowie Personal. Die EBIT-Marge betrug 3 %. Ergebnisse Verkehrsmanagement. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. H1 2021/22 H1 2022/23 +/- Umsatz 74,1 69,4 -6,3 % EBIT 9,3 2,3 -75,7 %    EBIT-Marge 12,6 % 3,3 % -9,3 PP Ausblick Im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres liegt der Fokus von Kapsch TrafficCom weiterhin auf Neugeschäft sowie auf Kostendisziplin und Liquiditätsmanagement. In Südafrika wird die Bekanntgabe der Provinz Gauteng erwartet, wie sie mit dem Mautsystem weiter verfahren möchte. Ebenso gilt dem Projekt in Belarus, das weiterhin plangemäß läuft, besonderes Augenmerk. Nicht zuletzt beobachtet der Vorstand die makroökonomische Entwicklung genau und ist darauf vorbereitet, agil zu reagieren. In Bezug auf Neugeschäft sieht Kapsch TrafficCom langsam wieder eine Markterholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, und es wird mit Nachbestellungen und neuen Projekten im Laufe des Jahres 2023 gerechnet. Nachdem im August der Verkauf des spanischen Geschäftsbereiches öffentlicher Verkehr vereinbart wurde, sollte in Kürze das Closing der Transaktion erfolgen und einen positiven Ergebniseffekt mit sich bringen. Auf dieser Basis erwartet der Vorstand unverändert für das Geschäftsjahr 2022/23 ein stabiles Umsatzniveau und eine gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Profitabilität. Darin wird der Sondereffekt aus dem Verkauf des spanischen Geschäftsbereiches enthalten sein. Die Entwicklung der zuvor genannten Faktoren birgt allerdings Unsicherheiten und kann das Ergebnis dementsprechend beeinflussen.  Den Bericht über das erste Halbjahr 2022/23 sowie weitere Materialien zu den Ergebnissen finden Sie heute, voraussichtlich ab 7:35 Uhr (MEZ), unter: www.kapsch.net/ir

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4. November 2022
Neuer Compliance Officer bei Kapsch TrafficCom

Dominik Fluch ist neuer Compliance Officer Mit 17. Oktober 2022 hat Dominik Fluch die Funktion des Compliance Officer bei Kapsch TrafficCom übernommen. Dominik Fluch war die letzten vier Jahre bei STRABAG SE als Compliance Officer tätig, wo er am Aufbau eines neuen Business Compliance Management Systems beteiligt war. Er verfügt über fundierte Kenntnisse in der Prävention, Erkennung und Aufarbeitung von Compliance-Verstößen. Der Schwerpunkt von Dominik Fluch bei Kapsch TrafficCom wird auf Kapitalmarkt-Compliance sowie auf den Bereichen Anti-Korruption, Geldwäscheprävention sowie Kartellrecht liegen. Er wird auch die Implementierung eines Whistleblowing-Systems nach den Anforderungen der EU-Whistleblowing-Richtlinie steuern. Zuvor war Hans Lang sechs Jahre Compliance Officer sowie Investor Relations Officer der Kapsch TrafficCom AG. Nach seinem Abgang wurden mit Marcus Handl als Investor Relations Officer und nun Dominik Fluch als Compliance Officer zwei eigenständige Positionen besetzt.

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8. September 2022
Wechsel in der Investor Relations bei Kapsch TrafficCom

Marcus Handl wird neuer Investor Relations Officer Wien, 8. September 2022 – Hans Lang, seit sechs Jahren Investor Relations Officer der Kapsch TrafficCom   AG, verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Mit 12.   September 2022 wird Marcus   Handl die Funktion des Investor Relations Officer übernehmen. Marcus Handl ist seit 2000 für die Kapsch Group tätig. Er begleitete bereits im Jahr 2007 den Börsegang und hatte bis 2016 die IR-Agenden der Kapsch TrafficCom AG inne, bevor er für vier Jahre die Verantwortung für die damals neue Tochtergesellschaft Kapsch TrafficCom Transportation in Spanien übernahm. Seit seiner Rückkehr nach Österreich verantwortet er das Corporate Development von Kapsch TrafficCom. Nun übernimmt er erneut die Position des Investor Relations Officer. Der Vorstand dankt Hans Lang für sein Engagement und für die Weiterentwicklung der Kapitalmarkt­kommunikation in den vergangenen Jahren. Der Investor Relations Officer der Kapsch TrafficCom AG berichtet direkt an CEO Georg Kapsch.

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7. September 2022
Zusammenfassung der Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung

Wien, 7. September 2022. In der heutigen ordentlichen Hauptversammlung von Kapsch TrafficCom   AG wurden folgende Beschlüsse getroffen: Keine Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2021/22; Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sabine Kauper wieder in den  Aufsichtsrat gewählt. Funktionsperiode bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022/23 beschließt. Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021/22. PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/23 bestellt. Beschluss des Vergütungsberichts 2021/22.  Weiterführende Informationen zur Hauptversammlung finden Sie hier:

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17. August 2022
Kapsch TrafficCom – Ergebnisse für das erste Quartal 2022/23

Highlights Umsatz um 3 % gesteigert. Starke Entwicklung des Komponentengeschäfts (+20 %). Wegen des stärkeren US-Dollar und höherer Nominalvergütungen stiegen die Personalkosten trotz eines niedrigeren Personalstands. Das führte zu einem Rückgang der operativen Profitabilität (EBIT). Saisonale Entwicklung des Nettoumlaufvermögens führte zu negativem Free Cashflow. „Das wirtschaftliche Umfeld im ersten Quartal zeigte sich weiterhin sehr anspruchsvoll. Dennoch gelang es uns, den Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahrs um 3 % auf EUR 130 Mio. zu steigern. Trotz ebenfalls anziehender Kosten konnten wir das Quartal mit einem positiven EBIT abschließen. Für das weitere Geschäftsjahr werden wir uns einerseits auf die Akquisition von Neugeschäft und andererseits weiterhin auf das Kostenmanagement konzentrieren“, so Georg Kapsch, CEO von Kapsch TrafficCom. Wenn nicht anders angegeben, alle Werte in EUR Mio. Q1 2021/22 Q1 2022/23 +/- Umsatz 126,8 130,5 +2,9 % EBIT 6,6 0,5 -92,1 %    EBIT-Marge 5,2 % 0,4 % -4,8 PP Periodenergebnis, den Anteilseignern zurechenbar 3,2 -1,3 n.a. Ergebnis je Aktie (EUR) 0,24 -0,10 € -0,34 Wien, am 17. August 2022  – Kapsch TrafficCom gelang es, den Umsatz zum Vorjahr um 3 % auf EUR 130 Mio. zu steigern. Höhere, zum Teil inflationsbedingte operative Kosten führten dazu, dass das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) auf EUR 1 Mio. (Vorjahr: EUR 7 Mio.) sank. Eine günstige Entwicklung der Wechselkurse, allen voran des US-Dollar gegenüber dem Euro, führte zu einem beinahe ausgeglichenen Finanzergebnis (Vorjahr: EUR ‑2 Mio.). Da das Ergebnis vor Steuern eine schwarze Null erreichte, fielen kaum Ertragsteuern an. Dennoch führten sie dazu, dass Kapsch TrafficCom im ersten Quartal 2022/23 eine rote Null als Periodenergebnis ausweist (Vorjahr: EUR 3 Mio.). Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis betrug EUR ‑1 Mio. (Vorjahr: EUR 3 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von EUR ‑0,10 (Vorjahr: EUR 0,24) entspricht. Es ist eine sich wiederholende saisonale Entwicklung, dass im ersten Quartal des Geschäftsjahrs die Veränderung des Nettoumlaufvermögens zu einem negativen Free Cashflow führt. Im ersten Quartal 2022/23 betrug er EUR ‑22 Mio. (Vorjahr: EUR ‑11 Mio.). Als Konsequenz stieg die Nettoverschuldung auf EUR 184 Mio. (31. März 2022: EUR 158 Mio.) und die Eigenkapitalquote sank auf 14 %. Die Bilanzsumme betrug zum 30. Juni 2022 EUR 497 Mio. (31. März 2022: EUR 512 Mio.). Segmentergebnisse des ersten Quartals 2022/23 73 % des Umsatzes entfielen auf das Mautsegment und 27 % auf das Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz wurde zu 48 % in der Region Europa-Mittlerer Osten-Afrika (EMEA), zu 46 % in der Region Amerikas (Nord-, Mittel- und Südamerika) und zu 6 % in der Region Asien-Pazifik (APAC) erwirtschaftet. Segment Maut Der Umsatz stieg um 7 % auf EUR 96 Mio., getrieben durch höhere Umsätze in den Bereichen Errichtung und Komponenten. Das Betriebsgeschäft ging etwas zurück. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region Amerikas mit 48 %. In EMEA wurden 46 % der Mautumsätze erwirtschaftet und in APAC rund 6 %. Segment Maut. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. Q1 2021/22 Q1 2022/23 +/- Umsatz 89,6 95,9 +7,0 % EBIT 3,1 -1,6 n.a.    EBIT-Marge 3,5 % -1,7 % -5,2 PP Das EBIT betrug EUR -2 Mio. (Vorjahr: EUR 3 Mio.) und die EBIT-Marge -2 % (Vorjahr: 4 %). Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz sank um 7 % auf EUR 35 Mio. Das war insbesondere auf einen Rückgang des Errichtungsgeschäfts zurückzuführen. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit 54 %. In Amerikas wurden 42 % der Verkehrsmanagement-Umsätze erwirtschaftet und in APAC 4 %. Segment Verkehrsmanagement. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. Q1 2021/22 Q1 2022/23 +/- Umsatz 37,2 34,6 -6,9 % EBIT 3,4 2,2 -36,9 %    EBIT-Marge 9,3 % 6,3 % -3,0 PP Das EBIT war mit EUR 2 Mio. positiv (Vorjahr: EUR 3 Mio.) und die EBIT-Marge betrug 6 % (Vorjahr: 9 %). Den „Highlight-Bericht“ über das erste Quartal 2022/23 sowie weitere Materialien zu den Ergebnissen finden Sie heute, voraussichtlich ab 7:35 Uhr (MESZ), unter: www.kapsch.net/ktc/IR

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15. Juni 2022
Kapsch TrafficCom – Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021/22

Headlines Operativ den Turnaround geschafft, EBIT wieder positiv Beide Segmente EBIT-positiv Umsatz legte leicht zu – insgesamt, in beiden Segmenten und in allen Regionen Steuerzeile verhindert positives Periodenergebnis Guidance 2022/23: stabiles Umsatzniveau und weitere EBIT-Verbesserung „Ich freue mich, dass uns der operative Turnaround gelungen ist. In einem anspruchsvollen Umfeld wuchsen beide Segmente und wir legten in allen Regionen zu. Im neuen Geschäftsjahr wollen wir die Profitabilität weiter verbessern“, so Georg Kapsch, CEO von Kapsch TrafficCom. (Wenn nicht anders angegeben, alle Werte in EUR Mio.) 2020/21 2021/22 +/- Umsatz 505,2 519,8 2,9   % EBIT -123,2 11,0 n.a.    EBIT-Marge -24,4 % 2,1 % +26,5 PP Periodenergebnis, den Anteilseignern zurechenbar -102,9 -9,3 +91,0 % Ergebnis je Aktie (EUR) -7,91 -0,72 € +7,19 Wien, 15. Juni 2022  – Das Geschäftsjahr 2021/22 hat im Wesentlichen das gehalten, was Kapsch TrafficCom im Ausblick des Konzernabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahrs in Aussicht gestellt hat: Der Umsatz hat ein dezentes Wachstum aufgewiesen und das EBIT war wieder positiv. Nach einer schwierigen Phase ist es Kapsch TrafficCom ab dem ersten Quartal gelungen, eine sichtbare Trendwende einzuläuten. Diese gelang trotz einer verhaltenen Umsatzentwicklung, die primär auf zwei Gründe zurückzuführen war. Zum einen lag das Hauptaugenmerk in Nordamerika nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin auf der Stabilisierung der Organisation. Zum anderen spürte die Gruppe die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin deutlich. Die Neugeschäftsdynamik war speziell beim europäischen Errichtungsgeschäft mangels ausreichender Marktopportunitäten auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Der große Teil der Kunden des Unternehmens sind öffentliche Einrichtungen, Behörden oder Körperschaften. Deren Fokus lag in den meisten Ländern entweder darauf, die Pandemie zu bekämpfen, oder die Wirtschaft und Arbeitsmärkte zu unterstützen. Die Stärkung der Budgets und Investitionen zur Unterstützung von Umweltzielen hatten daher noch nicht ausreichend Priorität. Zudem führten Engpässe bei elektronischen Bauteilen dazu, dass die vorhandene Nachfrage nach Komponenten nicht wie gewünscht bedient werden konnte und sich ein Auftragsrückstau bildete. Ab 24. Februar 2022 richtete sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Kampfhandlungen in der Ukraine. Kapsch TrafficCom hat keine Kunden in diesem Land. Die seitens der Europäischen Union verhängten Sanktionen gegen Russland führten dazu, dass Kapsch TrafficCom keine neuen Aufträge aus diesem Land annahm. Der Umsatz in Russland bewegte sich in den letzten Jahren immer unter 1 % des Konzernumsatzes. Die Sanktionen gegen Belarus betrafen Kapsch TrafficCom nur in geringem Ausmaß. In diesem Umfeld gelang es Kapsch TrafficCom im Geschäftsjahr 2021/22 den Umsatz auf EUR 520 Mio. (+3 %) zu steigern. Die beiden Segmente Maut und Verkehrsmanagement legten um 3 % bzw. 2 % zu. Auch aus regionaler Sicht waren durchwegs positive Wachstumsraten zu verzeichnen: Die Umsätze in der Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika („EMEA“) stiegen um 2 %, jene in Nord-, Mittel- und Südamerika („Americas“) um 3 % und die Umsätze in Asien-Pazifik („APAC“) um 11 %. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) war mit EUR 11 Mio. positiv (Vorjahr: EUR ‑123 Mio.). Der Umschwung gelang, obwohl Sondereffekte im Ausmaß von EUR -32 Mio. (Vorjahr: EUR -132 Mio.) das EBIT belasteten. Das Finanzergebnis betrug EUR -5 Mio. (Vorjahr: EUR -10 Mio.). Der Steueraufwand belief sich auf EUR 12 Mio. (Vorjahr: Steuerertrag von EUR 28 Mio.). Grund für den relativ hohen Steueraufwand ist, dass einzelne Konzerngesellschaften ihre negativen Periodenergebnisse nicht als latente Steueransprüche (aus Verlustvorträgen) geltend machen konnten. Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis erreichte EUR -9 Mio. (Vorjahr: EUR -103 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von EUR -0,72 (Vorjahr: EUR ‑7,91) entspricht. Der Free Cashflow betrug im Geschäftsjahr 2021/22 EUR 17 Mio. (Vorjahr: EUR 4 Mio.). Daher sank die Nettoverschuldung seit dem letzten Bilanzstichtag auf EUR 158 Mio. (31. März 2021: EUR 170 Mio.). Der Verschuldungsgrad blieb konstant bei 203 %. Die Bilanzsumme betrug zum 31. März 2022 EUR 512 Mio. (31. März 2021: EUR 593 Mio.). Die Eigenkapitalquote stieg von 14 % auf 15 %. Segmentergebnisse des Geschäftsjahrs 2021/22 71 % des Umsatzes entfielen auf das Mautsegment und 29 % auf das Segment Verkehrsmanagement. Der Konzernumsatz wurde zu 54 % in der Region Europa-Mittlerer Osten-Afrika (EMEA), zu 41 % in der Region Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) und zu 5 % in der Region Asien-Pazifik (APAC) erwirtschaftet.   Segment Maut Der Umsatz stieg um 3 % auf EUR 370 Mio. Rückgänge im Errichtungsgeschäft um 11 % konnten durch 9 % höhere Betriebsumsätze und um 7 % gestiegene Komponentenumsätze kompensiert werden. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit EUR 192 Mio. In Summe verzeichnete diese Region einen Zuwachs von 1 %. In der Region Americas stieg der Umsatz um 7 % auf EUR 158 Mio. In der Region APAC blieb der Umsatz bei rund EUR 20 Mio. Segment Maut. (Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio.) 2020/21 2021/22 +/- Umsatz 358,2 369,9 +3,2   % EBIT -117,2 3,3 n.a.    EBIT-Marge -32,7 % 0,9 % +33,6   PP Das EBIT war mit EUR 3 Mio. positiv (Vorjahr: EUR -117 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 1 % (Vorjahr: -33 %).   Segment Verkehrsmanagement Der Umsatz stieg um 2 % auf EUR 150 Mio. Das war insbesondere auf das Betriebsgeschäft zurückzuführen, das um 11 % wuchs. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit EUR 90 Mio., was einem Zuwachs von 4 % im Jahresvergleich entspricht. In der Region Americas ging der Umsatz um 5 % auf EUR 54 Mio. zurück. In der Region APAC stieg er um EUR 3 Mio. auf EUR 6 Mio. Segment Verkehrsmanagement. (Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio.) 2020/21 2021/22 +/- Umsatz 147,0 149,9 +2,0   % EBIT -6,0 7,7 n.a.    EBIT-Marge -4,1 % 5,1 % +9,2 PP Das EBIT war mit EUR 8 Mio. positiv (Vorjahr: EUR -6 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 5 % (Vorjahr: -4 %). Ausblick Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 eine deutlich verbesserte Profitabilität auf einem stabilen Umsatzniveau. Um diese Ziele zu erreichen, liegt der Fokus weiterhin auf Neugeschäftsakquisition und Kostendisziplin. Den Bericht über das Geschäftsjahr 2021/22 sowie weitere Materialien zu den Ergebnissen finden Sie heute, voraussichtlich ab 7:35 Uhr (MESZ), unter: www.kapsch.net/ktc/IR

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25. März 2022
Schiedsgericht bejaht Entschädigungsanspruch des Joint Ventures von Kapsch TrafficCom und CTS EVENTIM gegen die Bundesrepublik Deutschland

Wien, 25. März 2022 – Die autoTicket GmbH hat gemäß der Entscheidung des zuständigen Schiedsgerichts Anspruch auf Schadens- und Aufwendungsersatz gegen die Bundesrepublik Deutschland. Das geht aus dem den Parteien heute übermittelten Zwischenschiedsspruch hervor. Nach Kündigung des Betreibervertrags zur Erhebung der Infrastrukturabgabe („Pkw-Maut“) in Deutschland hat die autoTicket GmbH, das Gemeinschaftsunternehmen von Kapsch TrafficCom AG und CTS Eventim AG Co. KGaA, Entschädigungsansprüche in Höhe von rund EUR 560 Mio. gegen die Bundesrepublik Deutschland geltend gemacht. Das Schiedsgericht hat bestätigt, dass die von der autoTicket GmbH im Schiedsverfahren geltend gemachten Ansprüche auf Ersatz des Bruttounternehmenswerts und auf Erstattung der durch die Abwicklung des Betreibervertrags entstandenen Kosten dem Grunde nach bestehen. Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, durfte sich demnach nicht einseitig und entschädigungslos von dem Vertrag lossagen. Mit dem Schiedsspruch wurde auch der von der Bundesrepublik behauptete Kündigungsgrund einer Schlechtleistung abgelehnt. Damit ist die erste Phase des zweistufigen Schiedsverfahrens abgeschlossen. In der nun folgenden zweiten Phase des Schiedsverfahrens wird über die Höhe des Anspruchs entschieden.

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23. Februar 2022
Kapsch TrafficCom – Ergebnisse für die ersten drei Quartale 2021/22.

Highlights. Rückkehr zu positivem EBIT bei niedrigerem Umsatz im Vergleich zu Q1-Q3 des Vorjahrs Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen zeigen Wirkung Geringe Neugeschäftsdynamik wirkt sich weiterhin auf den Umsatz aus   Positiver Free Cashflow Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021/22: Umsatzzuwachs und EBIT-Turnaround „Auch wenn die Ergebnisse deutlich besser sind als im Vorjahr, sind wir bei weitem noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir waren und sein müssen. Wir arbeiten intensiv daran, neue Geschäftsfelder entsprechend unserer Strategie 2027 zu implementieren und das Potenzial unseres heutigen Kerngeschäfts besser auszuschöpfen. Gleichzeitig gilt es, die Effizienz nachhaltig zu steigern“, so Georg Kapsch, CEO von Kapsch TrafficCom. Wenn nicht anders angegeben, alle Werte in EUR Mio. Q1-Q3 2020/21 Q1-Q3 2021/22 +/- Umsatz 384,5 379,2 -1,4   % EBIT -89,0 5,8 n.a.    EBIT-Marge -23,1 % 1,5 % +24,7 PP Periodenergebnis, den Anteilseignern zurechenbar -78,3 -2,5 +96,9 % Ergebnis je Aktie (EUR) -6,03 -0,19 € +5,84 Wien, 23. Februar 2022 – nach drei Quartalen in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld ist es Kapsch TrafficCom gelungen, ein positives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) von EUR 6 Mio. (Vorjahr: EUR -89 Mio.) zu erzielen. Der Umsatz von EUR 379 Mio. lag 1 % unter dem Wert des Vorjahrs. Das den Anteilseignern zurechenbare Ergebnis betrug EUR ‑2 Mio. (Vorjahr: EUR ‑78 Mio.) und entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR ‑0,19 (Vorjahr: EUR ‑6,03). Für den geringeren Periodenumsatz war vor allem der Rückgang des Errichtungsgeschäfts um 20 % verantwortlich. Das Betriebsgeschäft legte hingegen um 12 % zu, was vorwiegend auf Projekte in Südafrika und Bulgarien zurückzuführen war. Das Komponentengeschäft litt weiterhin unter Engpässen in der Supply Chain und sank um 2 %. Kapsch TrafficCom erreichte durch Restrukturierungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen eine deutliche Senkung der Kostenbasis. Dies betraf speziell die Material-, Personal- und sonstigen operativen Aufwände. Sondereffekte belasteten das EBIT im Ausmaß von EUR ‑16 Mio. (Vorjahr: EUR ‑90 Mio.). Das Finanzergebnis betrug EUR -4 Mio. (Vorjahr: EUR -10 Mio.). Der Steueraufwand belief sich auf EUR 1 Mio. (Vorjahr: Steuerertrag von EUR 19 Mio.). Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis erreichte EUR -3 Mio. (Vorjahr: EUR -78 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von EUR -0,19 (Vorjahr: EUR - 6,03) entspricht. Der Free Cashflow betrug in den ersten drei Quartalen 2021/22 EUR 9 Mio. (Vorjahr: EUR 1 Mio.). Daher sank die Nettoverschuldung seit dem letzten Bilanzstichtag auf EUR -163 Mio. (31. März 2021: EUR -170 Mio.). Der Verschuldungsgrad stieg leicht von 200 % auf 202 %. Die Teiltilgungen des Schuldscheindarlehens und eines Bankkredits aus Eigenmitteln hatten im ersten Quartal einen bilanzverkürzenden Effekt. Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2021 EUR 530 Mio. (31. März 2021: EUR 593 Mio.). Die Eigenkapitalquote stieg in den ersten drei Quartalen 2021/22 von 14 % auf 15 %. Segmentergebnisse der ersten drei Quartale 2021/22. 72 % des Umsatzes entfielen auf das Mautsegment und 28 % auf das Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz wurde 56 % in der Region Europa-Mittlerer Osten-Afrika (EMEA), zu 40 % in der Region Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) und zu 4 % die Region Asien-Pazifik (APAC) erwirtschaftet. Segment Maut. Der Umsatz sank um 2 % auf EUR 273 Mio. Rückgänge im Errichtungsgeschäft um 23 % und im Komponentengeschäft um 2 % konnten durch 10 % höhere Betriebsumsätze nicht kompensiert werden. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit EUR 148 Mio. In Summe verzeichnete diese Region einen Zuwachs von 2 %. In der Region Americas ging der Umsatz um 6 % auf EUR 112 Mio. zurück. In der Region APAC sank der Umsatz um EUR 2 Mio. auf EUR 14 Mio. Ergebnisse Maut. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. Q1-Q3 2020/21 Q1-Q3 2021/22 +/- Umsatz 279,6 273,1 -2,3 % EBIT -79,7 -0,6 +99,2 %    EBIT-Marge -28,5 % -0,2 % +28,3 PP Das EBIT war mit EUR -1 Mio. leicht negativ (Vorjahr: EUR -80 Mio.). Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz stieg um 1 % auf EUR 106 Mio. Das war insbesondere auf das Betriebsgeschäft zurückzuführen, das um 15 % wuchs. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit EUR 64 Mio. In Summe verzeichnete diese Region einen Zuwachs von 9 %. In der Region Americas ging der Umsatz um 10 % auf EUR 39 Mio. zurück, und in der Region APAC blieb er mit EUR 3 Mio. konstant. Ergebnisse Verkehrsmanagement. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. H1 2020/21 H1 2021/22 +/- Umsatz 104,9 106,0 +1,1 % EBIT -9,3 6,5 n.a.    EBIT-Marge -8,9 % 6,1 % +15,0 PP Das EBIT war mit EUR 7 Mio. positiv (Vorjahr: EUR -9 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 6 % (Vorjahr: -9 %). Ausblick. Für das Geschäftsjahr 2021/22 erwartet sich das Management einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Die bislang anvisierten +10 % erscheinen aktuell aber außer Reichweite. Solange das Marktumfeld COVID-bedingt derart anspruchsvoll bleibt und die Neugeschäftsdynamik nicht zunimmt, werden zweistellige Wachstumsraten eine Herausforderung sein. Die niedrigere Umsatzerwartung wirkt sich natürlich auch auf die Profitabilität aus. Kapsch TrafficCom kann die Kostenbasis der Gruppe kurzfristig aber nicht weiter senken, ohne das Risiko einzugehen, kommende Wachstumsimpulse mangels Ressourcen nicht nutzen zu können. Somit befindet sich das Unternehmen, bis die Umsätze wieder anziehen, in einer Phase geringer Profitabilität. Das EBIT im Geschäftsjahr 2021/22 (inklusive Sondereffekten) wird voraussichtlich unter den zuvor prognostizierten 3 % liegen (aber positiv sein). Den Bericht über die ersten drei Quartale 2021/22 finden Sie heute, voraussichtlich ab 7:35 Uhr (MEZ), unter: www.kapsch.net/ktc/IR

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18. November 2021
Kapsch TrafficCom – Ergebnisse für das erste Halbjahr 2021/22

Highlights. Ergebnis wieder positiv, Umsatz auf Vorjahresniveau Beide Segmente EBIT-positiv Verschuldungsgrad stabil Guidance 2021/22: Umsatzplus von etwa 10 % auf rund EUR 550 Mio., EBIT-Marge von rund 3 % „Ich bin froh zu sehen, dass die Maßnahmen zur Restrukturierung Wirkung zeigen. Die Gruppe spürt jedoch weiterhin die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Daher wird der Hauptfokus im zweiten Halbjahr auf dem Aufrechterhalten der Kostendisziplin und auf der Akquisition von Neugeschäft liegen. Ich bin aber überzeugt, dass wir die schwierigste Phase nicht nur hinter uns gelassen, sondern auch genutzt haben, um die Gruppe schlanker, flexibler, agiler und besser auf die zukünftigen Chancen auszurichten“, so Georg Kapsch, CEO von Kapsch TrafficCom.   Wenn nicht anders angegeben, alle Werte in EUR Mio. H1 2020/21 H1 2021/22 +/- Umsatz 257,5 255,2 -0,9 % EBIT -57,8 10,6 >100 %    EBIT-Marge -22,5 % 4,2 % 26,6 PP Periodenergebnis, den Anteilseignern zurechenbar -54,0 3,0 >100 % Ergebnis je Aktie (EUR) -4,15 0,23 € +4,38 Wien, 18. November 2021 – Während Kapsch TrafficCom im ersten Halbjahr des Vorjahrs bei etwa gleichem Umsatz ein negatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) von EUR ‑58 Mio. zu verzeichnen hatte, erwirtschaftete das Unternehmen heuer ein positives EBIT von EUR 11 Mio. Im ersten Halbjahr 2021/22 wirkten sich Sondereffekte in Höhe von EUR ‑4 Mio. (Vorjahr: EUR ‑59 Mio.) auf das EBIT aus. Die EBIT-Marge stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr des letzten Geschäftsjahrs um rund 27 Prozentpunkte auf 4 %. Es war richtig und wichtig, die Kostenbasis des Unternehmens signifikant und nachhaltig zu senken, zumal die Gruppe die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiterhin deutlich spürt. Die Neugeschäftsdynamik war speziell beim Errichtungsgeschäft mangels ausreichender Marktopportunitäten auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Das Komponentengeschäft litt unter Engpässen bei elektronischen Bauteilen, weswegen die vorhandene Nachfrage nicht wie gewünscht bedient werden konnte. In einigen Märkten war demgegenüber weiterhin eine geringere Nachfrage zu verzeichnen. Das Finanzergebnis betrug EUR ‑3 Mio. (Vorjahr: EUR ‑8 Mio.). Der Steueraufwand belief sich auf EUR 2 Mio. (Vorjahr: Steuerertrag von EUR 11 Mio.). Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis erreichte EUR 3 Mio. (Vorjahr: EUR ‑54 Mio.), was einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,23 (Vorjahr: EUR ‑4,15) entspricht. Der Free Cashflow betrug im ersten Halbjahr 2021/22 EUR ‑1 Mio. (Vorjahr: EUR ‑30 Mio.). Daher stieg die Nettoverschuldung seit dem letzten Bilanzstichtag leicht auf EUR ‑174 Mio. (31. März 2021: EUR ‑170 Mio.). Der Verschuldungsgrad blieb konstant bei 200 %. Die Teiltilgung des Schuldscheindarlehens und eines Bankkredits in Höhe von insgesamt EUR 49 Mio. aus Eigenmitteln hatten im ersten Quartal einen bilanzverkürzenden Effekt. Die Bilanzsumme betrug zum 30. September 2021 EUR 553 Mio. (31. März 2021: EUR 593 Mio.). Die Eigenkapitalquote stieg im ersten Halbjahr 2021/22 von 14 % auf 16 %. Segmentergebnisse des ersten Halbjahrs 2021/22. 71 % des Umsatzes entfielen auf das Mautsegment und 29 % auf das Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz wurde  57 % in der Region Europa-Mittlerer Osten-Afrika (EMEA), zu 39 % in der Region Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) und zu 4 % die Region Asien-Pazifik (APAC) erwirtschaftet. Segment Maut. Der Umsatz sank um 5 % auf EUR 181 Mio. Rückgänge im Errichtungsgeschäft um 42 % und im Komponentengeschäft um 9 % konnten durch 23 % höhere Betriebsumsätze nicht kompensiert werden. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit EUR 101 Mio. In Summe verzeichnete diese Region einen Zuwachs von 7 %. In der Region Americas ging der Umsatz um 16 % auf EUR 71 Mio. zurück. In der Region APAC sank der Umsatz um EUR 2 Mio. auf EUR 9 Mio. Segment Maut. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. H1 2020/21 H1 2021/22 +/- Umsatz 190,6 181,0 -5,0 % EBIT -52,1 1,3 >100 %    EBIT-Marge -27,3 % 0,7 % 28,1 PP Das EBIT war mit EUR 1 Mio. positiv (Vorjahr: EUR ‑52 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 1 % (Vorjahr: ‑27 %). Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz stieg um 11 % auf EUR 74 Mio. Das war insbesondere auf das Betriebsgeschäft zurückzuführen, das um 21 % wuchs. Den größten Umsatzbeitrag leistete die Region EMEA mit EUR 44 Mio. In Summe verzeichnete diese Region einen Zuwachs von 24 %. In der Region Americas ging der Umsatz um 3 % auf EUR 28 Mio. zurück. In der Region APAC sank der Umsatz um EUR 0,4 Mio. auf EUR 2 Mio. Segment Verkehrsmanagement. Wenn nicht anders angegeben, Werte in EUR Mio. H1 2020/21 H1 2021/22 +/- Umsatz 66,9 74,1 +10,8 % EBIT -5,7 9,3 >100 %    EBIT-Marge -8,6 % 12,6 % 21,1 PP Das EBIT war mit EUR 9 Mio. positiv (Vorjahr: EUR ‑6 Mio.). Die EBIT-Marge betrug 13 % (Vorjahr: ‑9 %).   Ausblick. Das Management prognostiziert für das Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatzanstieg um etwa 10 % auf rund EUR 550 Mio. Das Unternehmen erwartet Zuwächse in Nordamerika sowie ein sich weiter erholendes Komponentengeschäft. Damit sollte das Auslaufen der Betriebsprojekte in Polen zum Ende des zweiten und im dritten Quartal kompensiert werden können. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich im Bereich von 3 % liegen. Neben dem Aufrechterhalten der Kostendisziplin wird der Hauptfokus im zweiten Halbjahr auf der Akquisition von Neugeschäft liegen. Das Management erwartet, dass sich die relevantesten Volkswirtschaften durch die steigenden COVID-Durchimpfungsraten weiter stabilisieren werden. Das ist die Basis für eine höhere Marktdynamik. Wann genau eine signifikante Erholung auf breiter Basis zu erwarten ist, lässt sich nicht verlässlich sagen. Bis dahin geht das Unternehmen dennoch von einer zunehmenden Verbesserung der Marktlage aus. Den Bericht über das erste Halbjahr 2021/22 sowie weitere Materialien zu den Ergebnissen finden Sie heute, voraussichtlich ab 7:35 Uhr (MEZ), unter: www.kapsch.net/ktc/IR

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