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Fernhören und Fernsehen

Die Ausgangsituation im Jahre 1945 ist nicht allzu rosig: Durch Bombentreffer sind Werke des Unternehmens zum Teil schwer beschädigt. Ein Großteil der Anlagen wird von sowjetischen Besatzern beschlagnahmt. Und es fehlt an Rohstoffen. Trotzdem wird mit Optimismus an die Produktion herangegangen. Die Radios werden kleiner und leistungsstärker, Mitte der 1950er-Jahre präsentiert Kapsch erste Fernsehgeräte.

 
Karl Kapsch

um 1950, Grafik

Die Führung des Unternehmens liegt in den Nachkriegsjahren weiterhin fest in der Hand der vier Kapsch-Brüder. Mitte der 1950er-Jahre bahnt sich allerdings ein Generationswechsel an: Josef Kapsch stirbt 1956, Karl Kapsch 1957. Karl Kapsch junior und Wilhelm Kapsch folgen an die Spitze des Unternehmens.

Kapsch ‘Mucki’

1948

Der „Mucki“ ist eine typische Konstruktion des Chefingenieurs von Kapsch, Josip Sliškovič. Hier entfaltet er seine Talente: Er baut möglichst kleine Geräte und minimiert den Raum um die Technik. Das Gerät ist in Braun, Rot, Grün oder Blau erhältlich.

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Kapsch ‘Weekend 5’

1949

Der „Weekend 5“ gilt als das erste und kleinste kontinentale tragbare Reisegerät. Die Zahl 5 bezieht sich auf die fünf Röhren. Das Radio besitzt eine eingebaute Rahmenantenne und durch den selbstleuchtenden Stationszeiger ist das Gerät auch in der Dunkelheit bedienbar.

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Radio-Phono-Kombination

um 1950

Dieser Prototyp wird von Karl Kapsch junior und Josip Sliškovič entwickelt. Es handelt sich um ein Gerät mit bereits 11 (!) Röhren, das über einen sogenannten „Konzertlautsprecher“, einen Plattenspieler mit drei Geschwindigkeiten sowie eine Schaltuhr mit 24-Stundenanzeige verfügt. Aufgrund der zu erwartenden hohen Produktionskosten wird allerdings nur dieser Prototyp hergestellt.

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Dr. Karl Kapsch im Labor

um1950, Fotografie

Karl Kapsch testet hier vermutlich einen Verstärker, rechts ist ein Mikrofon zu sehen. Es dürfte sich um das Bedienpult einer Lautsprecheranlage handeln.

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Kapsch ‘Weekend 52’

1952

Tragbare Radios gelten als „Reisegerät“. Der „Weekend 52“ macht den Zusammenhang mit einer Reise durch die Kofferform auch optisch deutlich: Wird der Kofferdeckel geöffnet, schaltet sich das Radio ein, wird er geschlossen, schaltet es sich wieder aus.


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‘ABC-Weekend 3’ Prospekt

1953, Prospekt

Radiohören im „Weekend“ ist im gebirgigen Österreich nicht immer einfach. Für dieses Gerät wird mit einem „hervorragenden Kurzwellenempfang“ geworben. 1953 werden die ersten Ultrakurzwellen-Sender (UKW) in Österreich in Betrieb genommen. Im September 1953 läuft über die Sender Wien-Kahlenberg und Klagenfurt-St. Peter das erste reguläre Versuchsprogramm.


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Radioapparat und Plattenspieler

1957

Im Prospekt zu diesem Radiogerät heißt es: „Je nach Wunsch steht das Rundfunkprogramm aller Bereiche, das gesprochene Buch, spritzige Unterhaltungsmusik und symphonische Musik in erlesener Qualität zur Verfügung.“

Kapsch ‘Capri’ Prospekt

1958, Prospekt

Transistoren revolutionieren den Radiobau in den 1950er-Jahren; die ersten wurden 1954 in den USA eingesetzt. Sie sind anfänglich sehr teuer, daher wartet die Industrie in Österreich zunächst noch zu. Kapsch baut 1958 mit „Capri“ das erste Transistorradio. Der Verkaufspreis von 1.330 Schilling entspricht heute etwa € 600.


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Kapsch ‘Starlet’ Prospekt

1959, Prospekt

In den späten 1950er-Jahren überbieten sich Elektronikunternehmen – angefeuert von der Transistorentechnologie – in der Verkleinerung der Geräte. Dieser kleine, „entzückende Transistorempfänger“ punktet damit, dass er in jedes „Damenhandtäschchen“ passt.


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Radiofertigung ‘Herold’

um 1960, Fotoserie

1960 entsteht neuerlich eine Fotodokumentation über die Radioherstellung. Es werden die einzelnen Produktionsschritte des Radiogeräts „Herold“ gezeigt – hier die Bauteilfertigung für das Radio.


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Kapsch ‘TR 20’

1970

Das Transistorradio verfügt über getrennte Skalentriebe für AM- und FM-Sendebereiche und ist mit einer eigenen Ö3-Taste ausgerüstet. Der „TR 20“, eine der letzten Eigenproduktionen von Kapsch im Radiosektor, hält sich bis 1977 im Programm.


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Kapsch Programm 71, Werbeprospekt

1971, Abbildungen aus einem Werbeprospekt


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Stereo-Auto-Radiorecorder TRM 500

1974

Der Stereo-Auto-Radiorecorder hat eine Ausgangsleistung von 2x5W. Die Bandaufnahme wird über ein Mikrofon oder vom Radio ermöglicht; das Radio ist mit 11 Transistoren, 21 Dioden und 8 IC´s bestückt.

Batterie-Typen

1950 - 1979

In den besten Jahren erzielt Kapsch bei der Herstellung von Batterien in Österreich einen Marktanteil von bis zu 30%. Noch im Jahr 1972 wird eine Innovation auf den Markt gebracht, die „dichte“ Batterie. Problematisch ist jedoch, dass die Batterie mit der Zeit aufquillt und dann nicht mehr aus dem Gerät zu bringen ist. Auch im Batteriesektor wird in dieser Zeit die internationale Konkurrenz immer stärker; daher muss 1979 die Batterienfertigung eingestellt werden, wobei der Handel mit Batterien noch bis 1985 andauert.

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Sortiment Kondensatoren

um 1965

Kondensatoren speichern elektrische Ladung und damit zusammenhängende Energie. Sie werden in nahezu jedem elektronischen Gerät eingesetzt. Kapsch erzeugt Kondensatoren bis 1969.


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Fernsehapparat ‘TFS 56’

1955

Im August 1955 werden die ersten Fernsehversuchsprogramme ausgestrahlt. Als offizieller Beginn des Fernsehens in Österreich gilt die Übertragung von Beethovens „Fidelio“ aus der Wiener Staatsoper Anfang November 1955. Kapsch präsentiert zur Herbstmesse 1955 den TFS 56. Der Verkaufspreis von 7.600.- Schilling entspricht heute etwa € 4.000.-

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Farbfernsehgerät ‘Kapsch Chromamatic‘, Prospekt

1968, Prospekt

Kapsch präsentiert 1967 einen ersten Farbfernseher. Neuerlich wird auf die enge Zusammenarbeit mit Telefunken vertraut. Allerdings strahlt das Österreichische Fernsehen erst Anfang 1969 eine Sendung in Farbe aus: die Übertragung des Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker.


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Katalog Kapsch Stereo

1974, Titelseite eines Prospekts

Umsatzrückgänge in den frühen 1970er-Jahren machen deutlich: Die Eigenproduktion von Radios rechnet sich nicht mehr, die Zukunft liegt bei Handelswaren. Nur Farbfernseher bleiben noch einige Jahre im Fertigungsprogramm enthalten.


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Sharp Katalog

1980

Kapsch wird 1972 Generalvertreter des japanischen Elektronikkonzerns Sharp. Damit partizipiert Kapsch am Erfolg japanischer Erzeugnisse auf dem österreichischen Markt.


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TV Catalog

1985, Titelseite des Katalogs

Im Herbst 1985 beschließt die Firmenleitung von Kapsch, sich aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik zurückzuziehen. „Am Puls der Zeit“ heißt nun, sich wieder ausschließlich auf den Investitionsgütermarkt zu konzentrieren.


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