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SDN und NFV

SDN und NFV

Software Defined Networks und Network Functions Virtualization

Moderne Netzwerke bestehen aus einer breiten Palette an Komponenten, von relativ einfachen Modems, über Multiplexer, Demarkationsgeräte, Gateways, ROADMs, DSLAMs, BRAS, Routern, eNodeBs, Load Balancern, NATs, Firewalls bis hin zu Core-Switchen und zentralen Applikationsservern. Und neue, immer komplexere Systeme kommen ständig hinzu.

Dies ist erforderlich, weil die angebotenen - oder vom Nutzer geforderten - Dienste immer mehr auf den einzelnen Kunden und dessen Anforderungen zugeschnitten werden müssen. Dazu kommt, dass diese Dienste immer schneller eingeführt werden müssen, und die Lebensdauer des Dienstes sich durch wiederum neue Dienste verkürzt.

Wenn man dies durch immer neue Hardware abbildet, steht man vor zwei Problemen: Einerseits explodieren die reinen Anschaffungskosten, und andererseits müssen sehr viele unterschiedliche Systeme installiert, betrieben und gewartet werden. Und zu diesen wirtschaftlichen Aspekten kommen weitere technische Herausforderungen, die Versuche mit neuen Ideen im Netz erschweren, denn die Netzelemente und -protokolle werden komplexer, und der Design- und Standardisierungsprozess dadurch langsamer und teurer.

Zur Zeit versprechen zwei Ansätze eine Verbesserung dieser Situation: Software Defined Networks (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV).

Haben Sie Fragen? Sehr gern helfen wir Ihnen weiter.

SDN

SDN und NFVSDN ersetzt die Vielzahl der Netwerkmanagement-Komponenten und -Protokolle durch eine zentrale Softwareapplikation, die die Konfiguration und Überwachung aller Netzelemente übernimmt. Diese hat dann, im Gegensatz zu den Netzwerk-Protokollen, die jeweils nur einen Teil des Netzes abbilden können, ein Gesamtbild des kompletten Netzwerks.

Darüber hinaus hat SDN folgende Vorteile:

  • Einfache Umsetzung neuer Netzwerkkonzepte
  • Schnellere Produktzyklen für Dienste (Softwareentwicklung vs. Protokoll-Standardisierung und Hardwareentwicklung)
  • Kostenreduzierung durch einfachere Netzwerkelemente
  • Vereinfachung des Netzbetriebs durch zentralisierte Orchestrierung
  • Schnelle Einführung, Verlagerung und Upgrade neuer Features

NFV

SDN und NFVDie Grundidee von NFV ist die Ablösung proprietärer Hardware durch Software, die auf Standard (COTS Commercial Off-The-Shelf) Servern läuft. Dies ist eine natürliche Weiterführung des Trends zur Virtualisierung, der die gesamte IT erfasst hat und der reale Server durch virtuelle Maschinen ersetzt.

Bisher war es so, dass der größte Aufwand in Forschung und Entwicklung in Software für die Netzfunktionen geflossen ist. Diese wurden aber nicht für offene Plattformen geschrieben, sondern für spezielle Hardware, um maximale Performance bei minimalen Kosten zu realisieren. Dies führt aber zu einem wenig flexiblen Gesamtsystem.

Trennt man diese Kopplung von Hard- und Software auf, so können virtuelle Netzwerk Funktionen (Virtual Network Functions VNFs) auf COTS Plattformen in Datencentern, oder verteilt im Netzwerk (Distributed NFV) platziert werden.

Die Vorteile von NFV sind:

  • Schnelle Einführung, Verlagerung, Upgrade oder Deaktivierung für Netzwerk- oder Value-Added Dienste
  • Standardisierung von Funktionalität unabhängig vom Endgerät
  • Gute Skalierbarkeit der Kosten von COTS gegenüber proprietärer Hardware
  • Flexible Platzierung der Netzwerkfunktionalität optimiert nach Effizienz oder Kosten
  • Viele Netzwerk-Funktionen können auf einer Plattform vereint werden

Ein Beispiel für ein SDN/NFV-System ist Blue Planet von Ciena.

Blue Planet