
NonStop-Regatta für Einhandsegler
Geistiger Vater und Initiator dieser Veranstaltung, die enorme Anforderungen an Mensch und Material stellt, ist Philippe Jeantot, selbst begeisterter und höchst erfolgreicher Segler. 1989 rief er die Vendée Globe ins Leben, die heuer bereits zum 6. Mal durchgeführt wird. 'Vendée Globe', das steht für: Segelregatta rund um die Welt, und zwar non stop und vor allem alleine. Hinter diesen Schlagworten steht Jeantots Philosophie: "Le temps est un élément indispensable et incontournable pour atteindre une symbiose parfaite avec son voilier. Il ne fallait plus s’arrêter. Un tour du monde en solitaire, sans escale et sans assistance, voilà les seules conditions pour atteindre cette communion". [Zeit ist ein absolut notwendiges/unverzichtbares Element, um eine perfekte Symbiose mit seinem Segelboot zu erreichen. Auf jegliche Stopps muss verzichtet werden. Eine Tour um die Welt im Alleingang, ohne Stopps und ohne Hilfe, das sind die einzigen Bedingungen, unter denen man diese Harmonie erreichen kann. Übers. d. Red.] Es geht also um Zeit - Zeit, um eins zu werden mit der Segelyacht auf hoher See.
Am 9. November stechen die Teilnehmer der Vendée Globe 2008 in See. Als einziger Österreicher wird Norbert Sedlacek, der 2004 schon einmal am Start war, dabei sein. Seit über 10 Jahren ist er bereits in der Profiseglerszene etabliert und hat es damit geschafft, sein einstiges Hobby zu seinem Beruf zu machen.

Ausgangspunkt der Regatta bildet der Hafen von Les Sables d’Olonne. Die Route führt vorbei am Kap der Guten Hoffnung, über Australien, rund um den Globus und schließlich nach dem Passieren des berüchtigten Kap Horn zurück zum Ausgangspunkt. Drei Monate sind die Segler unterwegs, drei Monate alleine mit ihrer Yacht, ausgesetzt den Launen des Meeres.
Unterwegs sind die Teilnehmer mit sogenannten 'Open 60s', die unter den Segelyachten zu den schnellsten zählen. Neben der Geschwindigkeit zählt natürlich auch die Widerstandsfähigkeit gegen die Einflüsse der See, und dementsprechend ist die Bauweise dieser Boote darauf ausgerichtet, die perfekte Symbiose aus Leichtigkeit und Robustheit zu erzielen. Es handelt sich dabei um 'Einhänder', also um Boote, die speziell darauf ausgerichtet sind, von einer einzigen Person gesegelt zu werden - normalerweise wird eine Segelyacht von bis zu 12 Männern gesteuert. Auch wenn die Open 60s auf das Notwendigste reduziert sind, hart bleibt die Arbeit für den Skipper, will er im Rahmen seines Segelplans bleiben.